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Datum/Zeit |
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467,20 € |
-8,20 € |
-1,76 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006070006 |
607000 |
- € |
- € |
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HOCHTIEF Flughäfen im Ausverkauf 06.09.2011
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Magdalena Wasowicz und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von HOCHTIEF (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) unverändert mit "halten" ein.
HOCHTIEF habe im zweiten Quartal 2011 ein Umsatzplus von 7,2% auf EUR 5,5 Mrd. erwirtschaftet, der Auftragsbestand sei um elf Prozent auf knapp EUR 47 Mrd. gestiegen. Das operative Ergebnis sei von EUR 239 Mio. im Vergleichszeitraum auf EUR 54 Mio. gesunken.
Das Segment HOCHTIEF Asia Pacific habe im zweiten Quartal einen Vorsteuerverlust von EUR 41,2 Mio. gemeldet. Grund dafür seien die Entwicklungen bei der australischen Tochter Leighton (ISIN AU000000LEI5 / WKN 856187) gewesen. Für das Flughafenprojekt in Brisbane sowie die Entsalzungsanlage in Victoria seien weitere Rückstellungen gebildet worden. Außerdem habe eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an Al Habtoor vorgenommen werden müssen. Für das zweite Halbjahr 2011 rechne HOCHTIEF mit einem positiven Ergebnisbeitrag aus dem Segment Asia Pacific, allerdings werde der Verlust des ersten Jahres nicht ausgeglichen werden können.
Das Unternehmen bereite den Verkaufsprozess von HOCHTIEF Airports, d.h. Beteiligungen an den Flughäfen in Athen, Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana, vor. Derzeit sollten vier Bieter im Rennen sein: Fraport (ISIN DE0005773303 / WKN 577330) (Konsortium mit Deutsche Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000)), VINCI (ISIN FR0000125486 / WKN 867475), das chinesische Unternehmen HNA sowie Allianz Capital Partners (Konsortium mit Global Infrastructure Partners).
Die restlichen Geschäftsfelder, Straßen, Soziale Infrastruktur sowie Neuaktivitäten würden im Lauf des Jahres in das Segment HOCHTIEF Europe integriert. Der spanische Baukonzern ACS (ISIN ES0167050915 / WKN A0CBA2) halte per Ende Juni 2011 nach eigenen Angaben 50,16% der Anteile an HOCHTIEF. Die Beteiligung solle in den nächsten zwölf Monaten noch ein wenig ansteigen (laut ACS auf etwas mehr als 50%), HOCHTIEF solle weiter börsennotiert bleiben.
Die Turbulenzen rund um die Machtübernahme durch die Spanier hätten sich in den letzten Monaten etwas beruhigt. Der nächste wichtige Schritt werde der Verkauf der Flughafenbeteiligungen sein. Die Baubranche in den USA und in Europa sei weiter unter Druck, zunächst würden sich keine Anzeichen einer Verbesserung erkennen lassen. HOCHTIEF befinde sich in einer relativ guten Position, der große Auftragsbestand verbessere die Visibilität und das Konzessionsportfolio verstärke die defensive Ausrichtung.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben bei ihrer Einschätzung "halten" für die HOCHTIEF-Aktie. (Analyse vom 05.09.2011) (06.09.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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